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Die wichtigste Nachricht für vom Burnout Betroffene und Burnout Angehörige ist, dass das Syndrom heilbar ist und ohne Blessuren für die Familie überstanden werden kann. Der Wermutstropfen lautet, dass leider bei unzureichender Intervention eine Trennung vom Ehepartner/Lebensgefährten droht, was zu den klassischen Burnout-Folgen gehört. Burnout Angehörige sollten sich daher sehr eingehend mit der Problematik befassen und sich auf eine mehrmonatige Dauerkrise einstellen. In dieser Phase erreichen die innerfamiliären Spannungen nahezu täglich ein schier unerträgliches Maß.

Das Verhältnis Betroffener – Angehöriger

Angehörige sind der unmittelbare Nahbereich der Familie, mit der die vom Burnout betroffene Person zusammenlebt. Das Verhältnis zu entfernt lebenden Angehörigen kann in dieser Phase auf Eis gelegt werden, was im Einzelfall hinterfragt werden muss. Wenn das Burnout-Opfer zu Eltern und Geschwistern oder einem nahen Freund ein sehr gutes Verhältnis pflegt, können diese Personen beziehungsweise eine oder zwei Vertrauenspersonen durchaus einbezogen werden, hier ist allerdings das Zeitkontingent aller Beteiligten zu hinterfragen. Burnout entsteht schließlich durch Stress, Ruhe wäre die erste Bürgerpflicht. Zusätzliche Diskussionen mit Mutter und Vater oder Bruder und Schwester könnten den Stress verstärken, wenn diese Personen nicht sehr kompetent reagieren. Zudem kann der Stress aus einem prekären psychischen Familienvertrag resultieren, was bei übersteigertem Leistungsehrgeiz – dem häufigsten Auslöser des Burnouts – per se zu vermuten ist. In diesem Fall kann eine Beziehung zu den Eltern kontraproduktiv wirken, sie kann sich allerdings auch als überaus heilsam erweisen, wenn die Eltern einen Bruch mit früheren Anweisungen – „sei erfolgreich!“ – eindeutig und unwiderruflich vollziehen. Eine noch komplexere Rolle fällt den Schwiegereltern zu, im Zweifelsfall ist von einem Kontakt in der Erkrankungsphase eher abzuraten. Der nächste und am meisten betroffene Burnout Angehörige ist der Lebenspartner, unmittelbar gefolgt von im Haushalt lebenden Kindern und anderen Angehörigen. Das Verhältnis zum Lebenspartner muss von beiden Seiten hinterfragt werden. Handelt es sich um eine stabile, langjährige Beziehung, kann Nähe helfen. Andernfalls wird eher zu gesunder Distanz geraten.

Produktive und kontraprodukte Kooperation

Die Angehörigen, vorrangig die Ehe- oder Lebenspartner, kooperieren in jedem Fall mit dem Burnout-Kranken, egal was passiert. Selbst wenn dieser sich auf eine Kur begäbe, wozu durchaus zu raten ist, kommt es darauf an, inwieweit die Kommunikation aufrechterhalten und was genau kommuniziert wird. Mit folgenden kritischen Symptomen sollte der Intimpartner rechnen:

  • mangelnde Kommunikation wechselt mit überbordenden, erschöpfenden (nächtelangen) Diskussionen
  • Sex gerät aus dem Rhythmus, wobei sich manische Zuwendung mit totaler Verweigerung abwechseln können (adäquat den Gesprächen)
  • Intimität kann vom Burnout-Betroffenen entweder gar nicht oder nicht nach den Wünschen der Partnerin/des Partners hergestellt werden, was Frauen als Angehörige überaus belastet
  • massive Drogenprobleme, möglicherweise Aggressionen und Gewaltausbrüche, aber auch große Suizid- und Unfallgefahr
  • Schlaflosigkeit des Burnout-Betroffenen belastet den Haushalt
  • finanzielle Probleme
  • ambivalente Meinungen, Schwankung zwischen „Rettungsanker Ehepartner“ und „wir müssen uns trennen“
  • je nach Charakter eventuelle Tendenz zu außerehelichen Flirts und dem Versuch sexueller Ausbrüche, wobei Männer einen fatalen Hang zu Prostituierten entwickeln können

All diese Symptome sind der Versuch des Betroffenen, seine Situation zu bewältigen, die sich ihm bisweilen als Gefängnis von Verpflichtungen darstellt. Wichtig für den Intimpartner ist dabei, dass auch mit großem Pathos vorgetragene Ansichten – „du musst mir helfen und mein Leben retten“, „ich kann mit dir nicht leben, nur eine Trennung rettet mein Leben“ – keinesfalls auf die Goldwaage gelegt werden dürfen. Wenn es zur Trennung kommt, vollziehen diese die beiden Partner stets nach dem Burnout, wenn sie sich auf einer neuen Beziehungsebene, das Burnout-Opfer möglicherweise auf einer neuen sozialen Stufe wiederfinden. Dahin muss es aber nicht kommen. Die Partnerin/der Partner könnten auf folgende Weise kontraproduktiv kooperieren:

  • auf Diskussionen eingehen und versuchen, die Argumente des Burnout-Opfers verzweifelt zu widerlegen – kontraproduktiv
  • auf Sex drängen oder sich dem Sex dauerhaft verweigern – kontraproduktiv
  • den Betroffenen nach einem heftigen Konflikt allein lassen – kontraproduktiv und für den Betroffenen möglicherweise lebensgefährlich
  • inkompetente, negativ eingestellte Dritte einbeziehen, zum Beispiel die eigenen Eltern, die den Partner latent nicht mögen („er ist nicht gut genug für dich“) – kontraproduktiv

 

Die produktive Kooperation geht keinesfalls auf alle Schikanen des Burnout-Opfers ein, sondern wendet folgende Strategien an:

  • gesundes Maß zwischen Nähe und Distanz
  • in ruhigen Momenten die Versicherung, dass frau/man bedingungslos zum Partner/zur Partnerin steht
  • Kinder aus der „Schusslinie“ bringen, ihnen die Situation erklären
  • entlastende Momente inklusive behutsamer Sexualität und Intimität schaffen
  • eigene Ruhezonen schaffen, dies dem Betroffenen unbedingt erklären
  • sich gemeinsam mit dem Betroffenen intellektuell mit der Thematik auseinandersetzen
  • prinzipielle Diskussionen um die Beziehung strikt vermeiden – kennengelernt hat man sich ohne Burnout, miteinander weiterleben wird man auch ohne Burnout
  • größte Behutsamkeit mit Informationen gegenüber der Außenwelt, diese mit dem Betroffenen unbedingt abstimmen

Im besten Fall beweisen sich die Partner in dieser wirklich schweren Krise ihre Liebe, die Beziehung geht gestärkt daraus hervor. Wenn das nicht geschieht, hat sich dennoch niemand etwas vorzuwerfen. Burnout ist eine so schwere Krankheit, dass von Angehörigen Übermenschliches abverlangt würde, sollten sie wirklich alles richtig machen.


Kommentare

Jana 25. Mai 2015 um 22:34

Hallo!
Diese Seite ist wundervoll: ehrlich, informativ und hilfreich. Mein Partner hatte einen Burnout – und leider keine Kleinigkeit, die Sie hier beschreiben, ist ihm und uns erspart geblieben – er trennte sich von mir, ich zog aus der gemeinsamen Wohnung aus. Zu dieser Zeit habe ich verzweifelt und hoffnungslos viele Foren besucht und mich beraten lassen, doch keiner brachte das, was Sie hier beschreiben, so gut auf den Punkt. Wir sind mittlerweile wieder ein Paar – dank seiner Therapie – und dank solcher Worte, wie Sie sie hier geschrieben haben. Wenn es solche Seiten wie die Ihre nicht gäbe, hätte ich vieles nicht verstanden und einordnen können. Ich hoffe, dass Sie noch viel mehr Menschen damit helfen können! Mir haben Sie geholfen. Vielen Dank dafür und alles Gute!

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Redaktion 26. Mai 2015 um 16:53

Liebe Jana,

vielen Dank für die lieben Worte. Ja, es ist wirklich schwierig diesen Weg zu gehen, wie auch immer er sich im Detail ausprägt. Ich wünsche Ihnen alles Gute und Ihre Geschichte zeigt, dass Hoffnung bis zum Ende reicht.

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Rebecca 15. Juni 2016 um 19:53

Ich bin in der gleichen Situation. Mein Partner ist ausgezogen mit dem Burnout. Angeblich liebt er mich nicht mehr. Im November wollten wir heiraten. Ich weiss nicht weiter. Er redet kaum ist 200 km weit weg zu seiner Familie. Ich kann nicht mehr. Gibt es da eine Chance er will in 4 Wochen in eine Tagesklinik. Kommt er zurück ?

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Maria 3. Juni 2015 um 23:18

Ich suche jetzt seit ein paar Stunden nach Infos wie ich mich gegenüber meinem Freund (Kumpel) verhalten soll, da er sich in klinischem Aufenthalt befindet und ich die ganze Sache einfach nicht verstehen kann. Seit ich diese Seite gelesen habe fange ich an die Sache zu kapieren …. aber nur langsam. Dieses BurnOut ding ist echt kompliziert!

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Redaktion 4. Juni 2015 um 13:12

Hallo,

du hast Recht. Es ist wirklich schwer nachzuempfinden, was dort alles in dem Menschen passiert, der einen Burnout erleidet. Aus eigener Erfahrung kann ich z.B. Selbsthilfegruppen zu dem Thema Burnout/Burnout für Angehörige empfehlen (Google hilft dir eine zu finden 😉 ). Dort sind Menschen zu treffen, die ihre Erfahrung, Kraft und Hoffnung miteinander teilen. Ebenfalls hilfreich kann ein Gespräch bei einem Seelesorger oder Therapeuten sein, damit du es für dich „klar bekommst“.

Viel Kraft und Erfolg!

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Dot 7. Juni 2015 um 21:01

Ich finde auch, dass Sie die Erkrankung gut beschreiben. Ich kann das aus zwei Sichtweisen bestätigen: ich war selbst drei Jahre schwer an Burnput erkrankt. Da durchzugehen, ist fast nicht auszuhalten. Auch ich habe mich in der Endphase von meinem Mann getrennt – aber dann kamen wir schnell wieder zusammen, und es war herrlich miteinander.
Und nun, nachdem ich ungefähr eineinhalb Jahre gesund bin, bricht mein Mann zusammen. Jetzt lerne ich die Sache von der Seite der Burnout-Angehörigen kennen. Ich verstehe ihn recht gut, denke ich, trotzdem fühlt er sich unverstanden.

Ein Auslöser für seinen Zusammenbruch sind die Veränderungen in meinen Lebensansichten. Diese Veränderungen haben mich gesund gemacht, und ich bin im Nachhinein dankbar für den Burnout, weil das Leben hinterher so viel besser ist. Aber mein Mann hat wenig Verständnis für meine neuen Ansichten, vor allem, weil ich auch Handlungen folgen lasse. So gibt er mir die Schuld an seinem Befinden – ich weiß jedoch, dass ich nicht die Ursache, sondern der Auslöser bin.

Ich werde durchhalten – ich weiß, es kann Jahre dauern. Aber ich freue mich auf die Zeit danach – dann sind wir beide seelisch gesünder als vorher. Und das kann einer Beziehung nur gut tun. (WENN er sich nicht von mir trennt – er hätte ja irgendwie das Recht dazu, ich habe es schließlich auch getan. Dann hoffe ich, dass es wie beim letzten Mal ein Befreiungsschlag wird, und nicht eine Trennung für immer.)

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Redaktion 8. Juni 2015 um 14:39

Erstmal: Viel Erfolg, Kraft und auch Glück für deine Lebenssituation.

Ja, durch einen Burnout wird das ganze System in dem man lebt berührt. Besonders, wenn Menschen sich anfangen zu verändern und diesen Veränderungen auf Taten folgen lassen, kann es einige Zeit dauern, bis sich die Konstellation wieder beruhigt hat.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es zwar ein schwerer Weg ist aber es lohnt sich. Oftmals wird die Kraft und der Wille für eine tiefgreifende Veränderung erst durch einen tiefgehenden Einschnitt möglich. Daher sehe ich einen erlittenen Burnout als Belastung und auch als Chance.

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Steffi 11. Juli 2015 um 21:39

Hallo…
Ich bin so froh dies hier zu lesen.
Mein Freund arbeitet sich seit anfang März kaputt…schon vorher waren 250 std im Monat keine Seltenheit…
Jetzt aber sind es 300 std und mehr.
6-7 tage wochen sind nichts…
Nun fing es so an das er Streit zwischen uns provoziert hat,indem er ständig mit einer anderen Frau in Kontakt war,was ich nicht wollte.ich bin daraufhin gegangen.
Irgendwann sagte er das er das nur mache damit ich ihn auch „scheisse“ finde…
Ein srändiges hin und her seit dem 1.6.
Er meldet sich immer weniger und irgendwann garnicht mehr…
Stehe ich unangemeldet vor seiner Tür,freut er sich riesig,weicht mir nicht von der seite und überhäuft mich mit Zärtlichkeiten…
Seit 4 tagen bin ich nun wieder bei ihm,nun ist mein hund der Störenfried…er will ihn nicht in seiner Wohnung haben etc.
Vorher war mein Hund nie ein Problem.
Er verhält sich so ambivalent…
Leidet an starken Rückenschmerzen,Kopfschmerzen,schläft sehr schlecht und hat kaum Apetit…
Er sagt immer er hat keine Zeit zum Arzt zu gehen.
Ich rede jeden Tag mit ihm…aber ich gehe kaputt daran.ich möchte ihm helfen,meinen alten Partner zurück…
Er mag nicht mit mir reden…
Habe wirklich Angst etwas falsch zu machen…
Soll ich ihn allein lassen oder soll ich bleiben?
Ich verstehe das er gerade nicht anders kann aber es ist so überaus schmerzhaft keine oder nur wenig liebe zu spüren…
Wir gehören zusammen…
Habt ihr Tipps für mich wie ich jetzt weiter vorgehen soll??
Danke euch im vorraus….

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Redaktion 14. Juli 2015 um 17:24

Hallo Steffi,

ja, das ist eine sehr kraftraubende Situation und dies sicher für euch beide. Leider gibt es kein „richtig oder falsch“. Ich denke, dass es in jedem Fall wichtig ist einen Arzt hinzuzuziehen. Wenn dein Partner mag, dann gerne auch für ihn, was du aber in jedem Fall beeinflussen kannst, dass bist du selber… Hier kann eine Beratung helfen.

Ich hoffe, dass hat dir erstmal geholfen. Alles Gute und viel Kraft für euch beide!

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Petra 17. Juli 2015 um 10:12

Hilfe bei mir ist es so das mein Partner seit 2-3 Jahren mit burnout zu tun hat. Seit etwa 1,5Jahren ist er mehr oder weniger in Behandlung wenn es ihm etwas besser geht meint er er müsse nichts mehr tun und ist euphorisch um kurz darauf wieder zusammenzubrechen. Ich weiß nicht mehr was ich machen soll damit er am Ball bleibt. Ich weiß das Vorwürfe nichts bringen und trotzdem habe ich sie ihm gemacht. Im Moment habe ich ihm gesagt das ich eine Trennung in Erwägung ziehe, was er auf keinen Fall will aber ich kann nicht mehr.

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Redaktion 17. Juli 2015 um 16:42

Hallo Petra,

diese Hochphasen nach einer depressiveren Phase, kann ich aus eigener Erfahrung nachspüren. Ich glaube, dass es zu dem Symptombild einer Burnout-Erkrankung „dazu gehört“. Es kostet viel Kraft diese Zeit mit dem Partner zu durchleben, vor allem, wenn du das Gefühl hast, dass sich nur wenig oder auch nur langsam etwas ändert. Wie gesagt, ich bin kein Arzt und kann nur aus eigener Erfahrung zu dem Thema Burnout-Angehörige teilen. Sicher ist es gut, wenn du dazu das Gespräch mit einem Arzt oder Therapeuten suchst. Evtl. kann dir auch eine seelsorgerliche Beratung weiterhelfen, wenn du dafür offen bist.

Viel Kraft wünsche ich dir!

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Silvi 9. September 2015 um 13:45

Hallo,

Mein Mann fing im Oktober 2013 an, meine Tochter, damals 15 zu fragen, ob sie mit ihm ausziehen würde. Sie verneinte Er schrieb mir von heute auf morgen keine Nachrichten mehr, ich bekam keine Anrufe und er zog sich zurück. Dann sagte er mir, das es vorbei wäre, er empfinde nichts mehr für mich. Seine Tochter wollte er auch nicht mehr sehen. Nur noch Stress mit ihr. Nach vielen furchtbaren Streitigkeiten mit Kofferpacken und mehrtägigen Auszügen meinerseits schliefen wir dann ein Jahr getrennt, weil er meine Nähe nach 19 Jahren nicht mehr ertragen konnte. Das hat er mir so gesagt. Bereits im Dezember vermutete ich durch Infos im Internet einen Burnout und legte ihm die Symptome vor. Doch er tat das einfach ab und ich wäre schuld. So ging das bis in den Sommer 2014 hinein. Ich war so verletzt und er hatte nicht ein Wort für mich über und ignorierte mich komplett. An einem Dienstag im Sommer stand ich dann in einem Einkaufsmarkt und ich dachte ich bekomme einen Schlaganfall. Es drehte sich alles und ich blieb erst mal auf einer Kiste im Markt sitzen. Darauf hin bin ich zu meiner Hausärztin und habe ihr alles erzählt. Seine Selbstmordabsichten ( Wie es wohl wäre mit 100 vor einen Baum zu fahren ) und vieles mehr erzählte ich ihr. Sie sagte er müsse sofort kommen, doch was tun wenn er nicht will. An diesem Tag brach mein Mann, der schon ein halbes Jahr nicht mehr richtig geschlafen hatte auf der Arbeit zusammen und ging, ohne das er von meinem Besuch dort wusste auch zu der Ärztin. Die setzte sofort alle Hebel in Bewegung, schickte ihn umgehend zum Neurologen und zu einem Therapeuten. Dann wurde es noch verrückter. Der Therapeut riet ihm, mich zu verlassen…..Ich hatte nichts gemacht, wir waren die letzten 19 Jahre so glücklich, ja Seelenverwand. Dann kam er 7 Wochen in Kur und ich merkte, das er sich wieder fing, wollte plötzlich wieder eine gemeinsame Zukunft. Doch jetzt ein Jahr nach der Kur sind wir weiterhin von Intimitäten weit entfernt. Selten ein Kuss, häufiger in den Arm nehmen und ansonsten geht er seinem Hobby nach und regelt zu Hause nichts. Alles, was das Haus betrifft muss ich regeln, Versicherungen, Finanzamt, renovieren. Er beschwert sich nur über die Arbeit, lässt den ganzen Frust bei mir ab und mir fehlt so seine Nähe. Einmal habe ich ihn darauf angesprochen, da stand er weinend vor mir und sagte er hätte wieder versagt und müsste wieder in Therapie, geht aber nicht dort hin. Jeden Abend misst er Fieber und bildet sich Krankheiten ein. Sein Kopf ist nicht frei. Auf der Arbeit setzt er sich nicht durch, arbeitet mit vielen Frauen, deren Gerede er nicht mehr ertragen kann. Vorher war er da sehr beliebt und Hahn im Korb, jetzt meidet er da alle, provoziert und wundert sich das ihn jetzt alle meiden. Er rennt vor seinen Problemen weg. Ein Arbeitswechsel würde denke ich auch nicht helfen, da er nicht den Mund aufmacht. Zuhause macht er was er will, nur nicht was wir wollen. Ich habe heute wieder so einen Tag, wo ich nicht weiter weiß. Wann wird das alles mal besser mit ihm. Er sagt er kommt sehr gerne nach Hause. Aber in seinem Kopf ist zuhause sein Hobby, aber nicht ich und wäre eine weitergehende Therapie nicht Pflicht nach so einer Kur. Er hat auch noch nie wirklich mit mir über die Krankheit gesprochen, seine Geschwister meiden mich, seit er in Kur war und er sagt mir nicht warum. Wer weiß, was er denen damals erzählt hat. Als ich ihn darauf angesprochen habe, warum die das tun, antwortet er nicht. Wie muss ich mich verhalten, darf ich ihm denn gar nicht sagen, wie weh mir sein Verhalten, seine Distanz tut ? Ich möchte so gerne meinen Mann wieder haben 🙁

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Nine 27. Juli 2015 um 4:45

Hallo!
mein Freund hat sich gestern von mir getrennt aus heiterem Himmel. Wir sind erst seit einer Woche aus dem Urlaub zurück und haben uns vor 5 Tagen noch eine Wohnung angeschaut da wir zusammen ziehen möchten.
Ich hatte vor unserem Urlaub schon das Gefühl dass er ein Burnout erleidet, jetzt bin ich mir sicher dass es eins ist. er leidet schon seit Jahren an starken Depressionen, war auch in Behandlung. es wurde sogar schonmal ein Burnout diagnostiziert aber er hat sich nur erwas krank schreiben lassen und mehrmals den job gewechselt um dann immer wieder festzustellen dass er unzufrieden ist. ich habe ihn immer unterstützt, ihm seinen Freiraum gelassen wenn er ihn wollte jnd war da wenn er mich brauchte.
Jetzt sagt er die Gefühle wären nicht mehr so stark, ich hätte nichts falsch gemacht, er will frei sein, er will mich nicht verletzen und das wäre jetzt die richtige Entscheidung. Es wäre ihm dogar ein stein vom Herzen gefallen dass er es beendet hat. seine Familie und ich sind alle total geschockt und ich will und kann es gerade nicht akzeptieren was da los ist. weil wir uns für eine gemeinsame zukunft entschieden haben und er mich liebt, da ist LIEBE! die kann nicht weg sein! ich bin nochmal zu ihm gefahren um ihm zu zeigen dass ich um ihn kämpfe und dass ich ein Burnout vermute. warum trennt er sich von mir? er sagt ich soll mir keine Hoffnungen machen und dass er mich nichts versprechen kann.
Soll ich ihn jetzt erstmal in Ruhe lassen? wie und wer kann ihn zum arzt bewegen?
achso etwas komisches hat er noch gesagt „wenn ich merke dass ich dich vermisse, werde ich damit klar kommen“
Ich komme mir vor wie in einem schlechten Film.

Gruß Nine

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Kerstin 27. Dezember 2015 um 17:05

Hallo,
ich habe gerade Deinen Beitrag gelesen und erlebe gerade genau das gleiche. Mein Freund sagte mir auch, seine Gefühle wären nicht mehr so wie noch vor einem Jahr, die vielen Streitereien, Vorwürfe weil er zu viel arbeitet usw. Am 31.10 hat er mir dann einfach den Schlüssel in den Briefkasten geworfen und reagiert seither auf keine Nachrichten mehr. Zwischendurch bekomme ich mal kurze Antworten, so alle drei bis vier Wochen, aber eben nur kleine Sätze. Ich habe mich nun intensiv mit dem Thema Burnout auseinandergesetzt und bin mir sicher, dass er es hat. Er ist normalerweise nicht der Mensch, der sich so zurückzieht. Wir wollten auch zusammenziehen, aber er macht seit sieben Jahren mit seiner Scheidung rum und seine Frau versucht mit allen Mitteln, diese hinauszuzögern. Mitte des Jahres kamen dann viele finanzielle Probleme dazu, außerdem durfte er nicht mehr Auto fahren, weil seine Zuckerwerte zu hoch waren (er fährt Kundendienst Bereich Abwassertechnik, hat fast jedes Wochenende Bereitschaft gemacht), um seine finanziellen Probleme zu lösen, hat er in der Endphase durchweg jedes Wochenende zusätzlich private Arbeiten gemacht, es kamen weitere Lohnpfändungen hinzu und und und. Er hat vorher schon viel zu viel gearbeitet, aber er wollte eben mit aller Gewalt die Schulden loswerden. Er wusste auch, dass ich das Haus, in das wir gemeinsam ziehen wollten, nicht alleine bewätigen kann. Vor ein paar Wochen hat er mir dann erzählt, dass er gekündigt hat. Das hätte er niemals gemacht. Ich gehe einfach davon aus, dass er nicht mehr in der Lage war, zu arbeiten. Er antwortet mir jetzt seit zwei Monaten nicht, aber ich schreibe ihm immer noch, weil ich ihm damit einfach zeigen will, dass ich trotzdem für ihn da bin. Es ist sehr schwierig, ruhig zu bleiben. Sobald man das Wort Scheidung, Geld oder Ehefrau erwähnt, wird er sofort aggressiv, was ich absolut nicht von ihm kenne. Trotzdem spüre ich wie du, dass die Liebe immer noch da ist. Ich bin mir ganz sicher. Er liest jede Nachricht von mir, gibt nur keine Antwort. Er will aber auch nicht einsehen, dass er an Burnout leidet und holt sich auch keine Hilfe. Ich hoffe nur, dass er sich die dringend benötigte Ruhe gönnt und es vielleicht so aus diesem Tief rausschafft und unsere Beziehung eine neue Chance bekommt. Ich habe ihm in den letzten Monaten immer wieder gesagt, er solle doch einfach sagen, dass ich ihn in Ruhe lassen soll, das hat er nicht gemacht. Würde mich interessieren, wie es bei Dir weitergegangen ist. LG Kerstin

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Lina 12. August 2015 um 23:16

Hallo,
vielen Dank für die Seite. Ich bin verheiratet und wir haben ein Kind. Bei meinem Mann wurde es noch nicht eindeutig diagnostiziert, aber fast alle Symptome kommen bei ihm vor. Es zieht sich jetzt schon ca. 2 Jahre alles so hin. Zum Glück ist er jetzt damit einverstanden, dass er Hilfe braucht. Ich habe ihm dann gleich einen Termin besorgt. Das ist mein Hoffnungsschimmer, dass wir wieder als Familie und als Paar glücklich werden. Beinah hätte ich und ich glaub auch er fast aufgegeben. Ich will jetzt nochmal kämpfen für uns. Ich bin so oft traurig und auch frustriert über vieles. Am meisten Kummer und Schmerz bereitet mir: wenig Zeit für unser Kind und mich, wo ist die Liebe und die Nähe und Zärtlichkeit hin, ich hätte kein Verständnis, keiner mehr da der für meine Probleme eine Hilfe ist, keine Anerkennung für alles was ich auffange, keine Freude mehr an allem und alles ist negativ, ich habe nicht mehr den Mann vor mir den ich mal geheiratet habe. Ich hoffe so sehr das wir das schaffen für ihn, uns und für unser Kind. VG

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Jenne 26. August 2015 um 15:07

Hallo,
Ich bin seit Mai mit jemanden zusammen. Er hat mir ziemlich früh reinen Wein eingeschenkt und mir gesagt, dass er vor 4 Jahren einen Burnout hatte. Er arbeitet in der Pflege, springt oft ein, macht sich m.e. kaputt damit. Die ersten 2 Monate War alles total toll. Dann hat er sich Anfang Juli einen Welpen angeschafft und ab da konnte ich fast täglich zusehen, wie es ihm schlechter geht. Er wirkte total zerstreut, vergaß viel, War immer kaputt und müde. Ich habe dann am vergangenen Wochenende angesprochen, ob ihm alles vielleicht zuviel wird, wie ich ihm helfen kann. Er wusste es nicht. Ich habe dann den Vorschlag gemacht, mich zurückzuziehen, sodass er Zeit für sich hat, aber das er sich jeder zeit melden kann, wenn er mich braucht. Ich bin dann da. Heute War er nun bei mir und hat alles beendet. Er könne mich nicht glücklich machen, sei kein beziehungstyp, hat sich das nur eingeredet und sieht keinen anderen weg. Ich bin total fertig.
Ich leide auch an einer psychischen Krankheit – Borderline. Ich bin seit 2 Jahren in Behandlung und habe es gut in Griff, aber ich weiß, dass ich es ohne meine Menschen um mich Rum nicht hätte schaffen können.
Wie kann ich mich jetzt richtig verhalten, sodass ich ihn nicht überforder, aber ihn auch nicht verliere? Bitte helft mir!

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Gerhard 30. November 2015 um 19:46

Hallo,
meine Frau hatte 2010 ein ziemlich starkes Burnout. Ich hatte ihr da, zusammen mit dem behandelnden Arzt, geraten eine Langzeittherapie zu machen. Nach etlichem Zureden war sie dann bereit in eine Klinik nach Bad Zwischenahn, für 4 Wochen, zu gehen.
Danach war zunächst alles gut – zumindest aus meiner Sicht. Natürlich gab es Höhen und Tiefen.
Seit letztem Jahr hat sie ein, ich möchte schon sagen, zerstörtes Verhältnis zu ihrer Schwester und deren beiden Kinder. Aber anstatt, dass sie die links liegen lässt, so wie ich das „einfach“ sage, macht sie sich ständig Gedanken. Das gipfelte dann in einer Kurzzeitbehandung in einer Klinik und seit her ist sie auch bei einem Psychologen ambulant in Behandlung. Nach Anfangserfolgen, musste sie dennoch Medikamente einnehmen. Das war zwar nur eine geringe Dosis, aber man merkte sofort den Unterschied. Dann kam wieder ein Zusammenbruch und letztendlich wurde die Dosis verdoppelt. Mit dieser Dosis ging es das letzte halbe Jahr ziemlich gut, so habe ich das zumindest gesehen.
Jetzt waren wir zusammen vom 01.11. bis 15.11.im Urlaub. Alles schien bestens. Am 17. Hatte sie wieder einen Termin beim Psychologen. Zu diesem Termin war ich mit. Der nächste Termin fand dann am 25. Nov. Statt. Als sie davon nach Hause kam, sah ich schon, dass es ihr nicht gut ging. Wir haben auch kurz miteinander gesprochen. Ich weiß jetzt auch, dass ich das alles nicht ernst genug genommen habe.
Jedenfalls als ich am nächsten Tag Abends von der Arbeit nach Hause kam, lag ein Zettel auf dem Tisch, in dem sie mir mitteilte, dass sie körperlich und seelisch total am Ende ist und keinen anderen Ausweg mehr sieht als auszuziehen. Ich war total geschockt, damit hätte ich nie gerechnet. Als ich das dann etwas „verdaut“ hatte versuchte ich sie am Handy zu erreichen. Das gelang dann auch und wir haben kurz miteinander gesprochen und vereinbart, dass wir uns letzten Samstag treffen. Sie kam zu mir nach Hause (auch ihr zuhause). Wir hatten uns viel Zeit genommen und ausführlich miteinander gesprochen (insgesamt 9 Stunden). Ich machte ihr keine Vorwürfe, sondern bat sie um Verständnis, dass ich die Krankheit total unterschätzt habe. Ich sicherte ihr auch zu, dass ich weiterhin zu ihr halten würde und dass es doch gelacht wäre, wenn uns diese Krankheit auseinander bringen sollte.
Am Nachmittag sind wir bei ihrer Mutter vorbeigefahren um auch mit ihr zu sprechen.
Anschließend sind wir zusammen in die Pension gefahren, in der sie zurzeit untergekommen ist. Dort hat sie bis zum 20.12. eingecheckt und will auch erst mal dort bleiben. Ich drängte sie auch nicht, auch wenn ich das am liebsten getan hätte, doch vorher zu mir zurückzukehren. Ich sagte zu ihr nimm dir die Zeit, die du brauchst. Sie meinte dann auch, ja längstens bis zum 20.12. Wir haben vereinbart, dass wir uns am nächsten Samstag wieder treffen. Bis dahin wollen wir keinen Kontakt haben. Ich habe ich dennoch am Sonntag eine Mail geschrieben und mich dafür bedankt, dass sie den Mut gefunden hat zu mir zu kommen und für die Gespräche. Ich hoffe das war jetzt nicht falsch.
Sie fehlt mir sehr und ich hoffe, dass wir wieder einen Weg finden werden. Leicht ist das für mich nicht.
Ich habe auch Angst etwas Falsches zu sagen und damit alles aufs Spiel zu setzen. Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben?

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Gela 6. Januar 2016 um 22:43

Danke, Danke für diese klaren Worte.

Genau so ist es und endlich gibt es einen kleinen Handzettel für Partner…
Es geht immer nur um den Betroffenen und keiner scheint zu sehen, das der Familie auch die Luft ausgeht, bei allem Verständnis und aller Liebe…!

17 Jahre dachte ich das alles um uns zusammen brechen könnte, nur wir als Familie sind wie ein Anker den nichts erschüttern kann.. aber dann gab es einen Tag vor ca 2 Jahren , der alles veränderte… bis heute kommt es mir so vor, als hätte mir jemand gesagt ; ihr Mann hatte einen Unfall , lebt im selben Körper ist aber ein Fremder für sie geworden.

Vieles wie hier geschrieben, trifft auf uns zu.

Eigentlich bin ich ein fröhlicher Mensch, mit vielen Worten, aber ich habe kaum noch Worte und mein Lachen hab ich irgendwo auch verloren…

Nun ist mein allerliebster in der Klinik und ich hoffe so sehr, das wir gemeinsam den Weg der vor uns liegt schaffen… aber mit der Angst, bleibt der Partner allein zu Haus , da es schwer ist zu verstehen.

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Betsy 24. Januar 2016 um 19:21

Hallo…..
Dies ist das erste Mal, dass ich in einem Forum schreibe…..
Auch ich bin eine Betroffene Angehörige. Der Burnout-Erkrankte ist mein (noch) Ehemann. Es ist wohltuend endlich eine Seite gefunden zu haben die sehr gut beschreibt und tatsächlich auch einmal die Angehörigen im Blick hat. Denn auch für diese bricht die Welt zusammen – für mich leider im wahrsten Sinne des Wortes.
Es ist ein schleichender, langwieriger (2 bis 3 Jahre) Prozess, der das Zusammenleben mit dem Partner ganz allmählich immer unerträglicher macht, ohne das man das ganze aufhalten kann bis es zum großen „Knall“ kommt.
Es kann tatsächlich sehr viel verkehrt ablaufen – angefangen damit, von Kliniken und Ärtzen auf Anfragen stets zurückgewiesen zu werden und überhaupt nicht einbezogen zu werden als sei man eine außenstehende, fremde Person. Auch von Ärzten keine unterstützenden Informationen zu bekommen bezüglich des eigenen Verhaltens, was und wie man helfen könnte.
Dazu kommt der Druck den Verwandte aufbauen – sage dies, damit er zur Besinnung kommt- tue das, damit er wieder der Alte wird – wie? Es funktioniert nicht? Dann liegt es an Dir. Du machst es falsch, bist schuld!

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Thomas Thiele 11. Februar 2016 um 17:00

Keine Schuld! Außer die des Burnouts. Du bist vermutlich nicht fehlerfrei (in einer Beziehung werden Fehler begangen, wenn sie halbwegs normal ist.) ABER bitte nein, Du bist hier in keinster Weise die Schuldige. Ich erlebe mit einem geliebten Menschen etwas ganz Ähnliches wie Du. Etwas Schreckliches, von dem ich nie dachte, dass es je passieren könnte. 1000 gute Wünsche für Deine Situation!!!

Antworten

Maya 27. Januar 2016 um 12:39

Ich leide unter burn out seit ca. ein paar Tage vor den Weihnachtsferien .Es hat sich langsam eingeschlichen. Man war erst erschöpft. Dann langsam man will nur noch schlafen und man fühlt sich krank , wie bei einer schweren Grippe! Ich möchte weiter machen . Es geht nicht man fühlt sich wie gelähmt! Jeder Schritt fühlt sich an wie Blei! Es kotz einen nur noch an.Als ob mich jemand festhalten würde.Was nehmt ihr dagegen ein oder was tut ihr damit es besser wird?

Antworten

Maya 27. Januar 2016 um 13:43

mir ist aufgefallen das ich mich hier in einem Hilfeforum für Angehörige befinde.Ich bin für mich selbst verantwortlich und bin mein eigener Angehöriger. Vieleicht gibt es irgendwas oder einen Tipp was man bei einem Burnout vieleicht für Pflanzliche Mittel oder ob man das bevor man das bekommt irgendwie verhindern kann , dass es erst gar nicht erst soweit kommt? Gibt es da ein Rezept oder irgendetwas was man selbst zubereiten kann? Etwas was nicht unbedingt auf Chemischer Basis basiert?

Antworten

Maya 27. Januar 2016 um 13:48

Mir hat eine zeitlang Cola sehr gut geholfen aber das wirkt nicht mehr so wie am Anfang. Ich dache erst es liegt an meinem Blutzuckerspiegel etc….Dem ist leider nicht so.Vieleicht gibt es irgendwelche Nahrungsmittel etc. die eine wieder wach werden lassen?Außer der schärfsten Chily, dass hab ich schon probiert. Man war erst wach aber gebrannt wie Hölle! Alternativen?

Antworten

Thomas Thiele 11. Februar 2016 um 16:54

Rhodiola Rosea-Kapseln, Johanniskraut-Tabletten, Vitamin B12 hochdosiert und Folsäure 5 mg – das ist ein denkbarer „Cocktail“ aus Nahrungsergänzungsmitteln, der in bestimmten Fällen unterstützend wirken kann (für Burnout-Betroffene, auch für deren Angehörige).

Antworten

Thomas Thiele 11. Februar 2016 um 16:51

Danke! Mehr fällt mir gerade nicht ein. Aber das mehr als von ganzem Herzen!

Antworten

Jasmin 20. Februar 2016 um 10:12

Ich brauche dringend Hilfe… mein Freund bzw. jetziger Exfreund leidet womöglich unter Burnout. Er machte Schluss aus unerklärlichen Gründen. Er sagte er wäre nur noch erschöpft und müde, könnte mir somit nicht bieten wie Unternehmungen ect. Er arbeitet seit ca. einem Jahr quasi ununterbrochen. Neben seinem regulären und auch ohnehin schon sehr stressigen Job, hilft er einem Bekannten ein Haus zu sanieren. Der einzige wirklich freie Tag in der Woche ist der Sonntag, an dem er am liebsten nur schlafen will. All das verstehe ich. Er sagte immer ich sei eine Stütze für ihn und ich tue ihm gut, was mir auch seine Freunde bestätigt haben. Die letzten Wochen war er sehr anhänglich, er fragte täglich ob ich bei ihm übernachte und er hat mich mit Liebesbekundungen überschüttet.
Dann hatten wir einen kleinen Streit, woraufhin er damit reagierte, dass ich meine Sachen packen und wieder Zuhause schlafen soll. Seine Antwort auf Nachrichten wurde immer unterkühlter und letztendlich hat er die Beziehung beendet. Er bräuchte jetzt Einsamkeit und will vorerst alleine leben. Er sagte zwar dass er mich liebt, aber er wüsste auch nicht was mit ihm los ist. Das War unser letztes Gespräch und so wie da, habe ich ihn zuvor nie gesehen. Er stand kurz vor dem weinen. Ich wollte ihn immer unterstützen wo es nur ging und habe ungefragt oft Dinge für ihn getan, für die er zwar dankbar war, dennoch war es ihm unangenehm. Da er keine Familie hat, ist er schon seit seinem 17. Lebensjahr auf sich allein gestellt. Ich vermute hier ist nicht nur von Burnout die rede, sondern auch von Verlustängsten. Auch bei seinen Freunden meldet er sich kaum bis gar nicht mehr seit ca. einer Woche, was sehr untypisch für ihn ist, das sie sein Familienersatz sind. Ich weiß nicht mehr weiter und halte es nicht aus, nicht zu wissen was er tut und wie es ihm geht. Mache mir seit unserem letzten Gespräch solche Sorgen und Vorwürfe…

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Anja 23. Februar 2016 um 18:08

Hallo, Durch Zufall entdeckte ich diese Seite und bin froh hier endlich meine Sorgen mal loszuwerden. Ich lebe in einer 6-jährigen Beziehung, wir haben getrennte Wohnungen, da ich erst seit einem halben jahr eine feste Arbeitsstelle habe wo ich soviel verdiene das ich keine Zuschüsse vom Amt mehr beziehen muß.

Unsere Beziehung ist eigentlich schon immer duch Höhen und Tiefen geprägt, trotzdem lieben wir uns ,wir können lachen und schwimmen auf einer Wellenlänge. Jeder hat seine Freiräume, beide fühlten sich wohl in dieser Situation.

Doch seit ich die neue Arbeitsstelle habe fing es an komisch zu werden. er ist ständig müde, trinkt sehr viel Alkohol am Abend, kommt morgens nicht aus dem Bett, erzählt der Druck auf Arbeit wäre nicht mehr zu ertragen. Die Flaschen die er abends getrunken hat versteckt er hinterm Vorhang, er denkt ich seh die da nicht…hm, mittlerweile erfindet er Kundentermine um nicht zur Arbeit zu gehen,er verschanzt sich in seiner Wohnung und schläft nur. Vor 2 wochen schlief er das letzte mal bei mir, ging früh aus dem haus und war seitdem nicht mehr da. eigentlich hatte er letzte woche urlaub (sein Sohn war bei ihm) ich auch und wir wollten was zusammen mit den Kindern machen.Doch kein Lebenszeichen von ihm. Ich wurde schon zum Starker, überwachte mein handy, wann er mal online kommt…(ja bekopppt ich weiß) sobald er online km kurz war ich beruhigt das er überhaupt noch lebt….

vorgestern hab ich ihm dann geschrieben was los sei, er schrieb auch gleich zurück das er absolut leer ist und er keine menschen ertragen kann, ich solle mir keine Sorgen machen, er käme schon irgendwie klar, Außerdem möchte er seine Ruhe haben.ich solle nicht traurig, böse oder sauer sein, es wäre halt so bei ihm.

wie soll ich denn nun reagieren. das er Burnout hat wird mir erst jetzt klar.
Bitte gebt mir einen rat Ich liebe ihn und ich weiß das er mich auch liebt,ich möchte ihm beistehen und ihm aus diesem Loch raushelfen.

Anja

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Loona 27. Februar 2016 um 18:16

Hallo Anja und auch alle anderen,

einerseits bin ich sehr sehr traurig darüber, wie es momentan zwischen mir und meinem (noch?) Freund läuft und andererseits bin ich sehr „froh“ darüber, dass ich nicht alleine mit diesem Problem bin. Bitte helft mir.

Liebe Anja, ich kann dich sehr gut verstehen und meinem Freund geht es seit 5 Wochen genauso. Ich leide sehr unter dieser Situation. Das macht sich dadurch bemerkbar, dass ich nicht essen und an nichts mehr Spaß haben kann. Ich bin fast jeden Tag am weinen, abends und an den Wochenenden ist es ganz schlimm. Er fehlt mir sehr…

Wir sind seit über einem Jahr zusammen. Wir hatten uns im Internet kennengelernt und es hat von der ersten Sekunde an gefunkt. Es war wirklich alles nahezu perfekt.

Vor 5 Wochen hat sich dann alles verändert. Wir haben getrennte Wohnungen ich bin seither nur noch in meiner Wohnung.
Ich denke er hat ein Burnout. Er ist total leer sagt er, er will niemanden sehen, will immer alleine sein und macht nur die nötigsten Dinge im Leben wie arbeiten gehen, essen etc. Er hat sich sofort dazu entschieden in Therapie zu gehen. Bekommt seit 2 Wochen Antidepressivum.

Ich weiß nicht was ich machen und wie ich mich verhalten soll. Soll ich ihn komplett in Ruhe lassen? Soll ich ihm hin und wieder schreiben? Ich bin einfach nur am Ende. Ich liebe ihn über alles und möchte ihn nicht verlieren.. Möchte ihm helfen und habe das auch geschrieben und dass er sich jederzeit bei mir melden kann, wie bei dir liebe Anja.

Bitte helft mir 🙁

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Anja 1. März 2016 um 15:45

Hallo Loona,
ich habe anfangs auch geheult wie ein Schloßhund, geholfen hat es nichts, außer das er mich ebenso in ein Loch mit reingezerrt hat. Er hat sich mittlerweile gemeldet, war auch letzten Donnerstag wieder hier bei mir.Reden konnte ich mit ihm überhaupt nicht, Als ich ins bett bin ist er wieder aufgestanden und hat sich eine Flasche Rotwein reingekippt.Als ich fragte was er denn da mache, meinte er nur ich solle ihn lassen soll. Das tut ich nun auch.Ich lasse ihn , ich mache Sport, esse bewußt,lasse mich von ihm nicht mehr runterziehen. Vor allem ich renne ihm nicht nach. Ich kann ihm nicht helfen .Verlieren möchte ich ihn auch nicht liebe Loona, jedoch wird es wohl daruf hinauslaufen wenn nicht ein Wunder geschieht und er die Eingebung bekommt das sich in seinem Leben was ändern muß. Ich lasse alles auf mich zukommen, mal sehen was passiert. Gibts bei dir was neues?
lg anja

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Claudia 11. März 2016 um 13:31

Hallo,
ich möchte mich als betroffene mal eben mit einklinken.Mein Freund ist zur Zeit in stationärer Behandlung wegen Burnout.Hat aber schon 3 Monate ambulante Therapie hinter sich.
Ich stehe genau wie ihr nur noch am Rande in seinem Leben.Wir sind seit 1 1/2 Jahren zusammen, aber wohnen getrennt.Wir führen nur eine Wochenendbeziehung.Was bisher auch gut geklappt hat…es gibt ja das Handy womit man sich ständig schreiben kann.
Nun ist alles anders….wir schreiben kaum noch…reden kaum noch…mein Leben nimmt er nicht mehr wahr….er ist oft so eiskalt, was mich sehr verletzt.Die ganze Welt ist nur noch doof und alle wollen ihm was böses.Ich gebe seit Monaten nur noch und bekomme nichts mehr zurück.Ich habe jetzt einen Punkt erreicht, wo ich nicht mehr kann.Mich hinterfrage will ich diesen Mann überhaupt noch?Klar sind große Gefühle da…aber wie lange schaffen die Gefühle diesen Widerstand.Ich sage auch immer zu meinen Freunden…ich will meinen alten Freund zurück.Den Mann den ich kennengelernt und lieben gelernt habe.
Die phsychologen sagen:Er wird nie wieder der alte sein!
Wie dann?
Es quält sehr…und ich weiß auch nicht mehr was ich noch tun soll…kümmer ich mich, ist ihm das zuviel…Ziehe ich mich zurück, unterstellt er mir ich hätte jemand anderes kennen gelernt….ich bin doch auch kein Hellseher und weiß was er in dem Moment braucht.
lg claudia

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Edith 14. März 2016 um 0:21

Hallo,
wie ich sehe, stehe ich hier nicht alleine mit meiner Sorge. Mein Mann arbeitet seit Ende August 2015 nicht mehr. Der Befund „Burnout“. Er geht wöchentlich zum Psychiater, aber er weigert sich strikte gegen einen Kuraufenthalt. Im Herbst hat er mir dann mitgeteilt, dass er für mich nichts mehr empfindet. Für mich brach eine heile Welt zusammen. Wir sind schon fast zwei Jahrzehnte verheiratet und haben zwei kleine Kinder (Unterstufeschüler/in). Mittlerweile hat er sich eine Zweitwohnung gemietet. Er meint er bräuchte diese als Rückzugsmöglichkeit. Eine Weile lang hat er mich Zuhause ganz schön ignoriert. Er hat mich gefragt, ob ich eine Tasse Kaffee/Tee will, einmal hat er sogar nur für sich uns unsere Kinder gekocht. Ich war zu müde nach der Arbeit noch etwas zu kochen und einfach platt von der Situation, dass er mich nicht einkalkuliert hat für das Nachtessen. Mittlerweile kocht er an jenen Abenden, an welchen ich tagsüber gearbeitet habe. Er arbeitet auch seit Anfang Februar wieder zu 20 %. Meine Familie meint, jede andere Frau wäre schon längstens weg und würde sich das nicht gefallen lassen, was er sich da alles erlaubt und leistet. (u.a. hat er jede Menge Geld für Shopping und Ferien ausgegeben. Die Skiferien waren schon lange gebucht, weshalb wir auch gingen. Nach dem Abendessen verkroch er sich stundenlang auf der Toilette mit seinem Handy und machte Spiele. Mir war das Ganze zu blöde, weshalb ich ins Bett ging und in einem Buch lies.). Abends haut er einfach ab. Er schickt mir ein whatsApp während dem ich die Kinder ins Bett tue und ihnen eine Gutenachtgeschichte erzähle. Irgendwie feige. Vorher bevor er die Zweitohnung noch nicht hatte, ging er stundenlang Auto fahren oder ging in ein Pub.
Manchmal weiss ich echt nicht weiter, der Kinder wegen halte ich indessen durch. Ich habe mir aber vorgenommen ab diesem Jahr wieder etwas mehr auf ich zu achten. Hin und wieder gehe ich aus, sprich treffe mich mit Freundinnen zum Abendessen auswärts etc. Das tut mir gut und ich denke nicht immer darüber nach, wie und weshalb das gerade uns passieren musste. Manchmal bin ich echt verzweifelt. Wenn ich frage, was ich falsch gemachte habe, sagt er nichts. Super! Hilft mir total diese Aussage.
Hat jemand eine ähnliche Geschichte und ist schon weiter, ich meine beziehungsmässig?
Vielen Dank fürs Zuhören resp. Lesen meiner Nachricht.
LG Edith

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Sanne 28. März 2016 um 11:40

Hallo, eure Kommentare machen mir Mut. Mein Lebensgefährte hat mich nach 5 Jahren nach einem Streit per SMS „entsorgt“ weil ihm alles zuviel wurde. Ich kam nicht mehr an ihn ran. Er geht im Mai in REHA. Seit 4 Wochen kein Kontakt. Aber meine Sachen bringt er auch nicht. Winkt mir beim Vorbeifahren. Ich muss ihm Zeit lassen.meine Liebe ist stark und ich hoffe wir schaffen das.

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Petra 8. April 2016 um 19:47

Hi,ich bin grad mittendrin !!! Meine Liebe des Lebens befindet sich seit 4 Wochen in Reha und ich erleide Höllenqualen !Ich versuche alles zu verstehen ,Verständnis zu haben ….und hab panische Angst vor dem DANACH

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Petra 8. April 2016 um 20:20

Ich wünsche Dir viel Kraft!!! Ich mir auch

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jan 8. April 2016 um 9:15

Hallo, ich bin seit 4 Monaten mit meiner Freundin zusammen, sie hatte über 1 Jahr Burnout und sie ist jetzt durch mit ihren Therapiesitzungen. Sie sagt sie ist durch damit, leider kann ich dies nicht ganz glauben. Wenn wir bei ihr sind verbringen wir die meiste Zeit im Schlafzimmer und Essen, schauen Fern und schlafen da, ich will damit sagen das wir nur dieses Zimmer nutzen. In der Wohnung herscht das totale Chaos, sie hat mich letzten drauf angeprochen, weil ich so ordentlich bin bei mir ob ich damit klar komme. Ich sagte zum Teil und da ich gern mit ihr das lösen würde, seitdem treffen wir uns nur noch bei mir. Momentan weiß ich nicht weiter ich lasse ihr schon mittlerweile die ganze Woche ihren Freiraum, nur leider werden die Wochenenden jetzt auch immer weniger. Wenn ich mich nicht melde ist sie sofort bei mir und bleibt eine Nacht und fragt mich dann so Sachen “ wenn du dich neu verliebt oder ich dann sagen wir uns das „. Es ist alles nicht leicht für mich und ich bin hin.- und hergerissen ob ich es nicht einfach beende. Hat jemand hier Ähnliche erfahrungen damit.

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Petra 8. April 2016 um 20:30

Wann werde ich freigeschaltet?

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Redaktion 11. April 2016 um 11:24

Hallo Petra,

sorry für die Verzögerung. Der Blog „Burnout für Angehörige“ hat am Wochenende Pause, damit bei der ganzen Arbeit genug Zeit ist um runterzukommen. 🙂

Aber… Vielen Dank an euch alle da draußen, dass ihr mit euren Beiträgen und Erfahrungen mithelft dieses Thema von vielen Seiten zu beleuchten. Es ist einfach schlimm, wenn wir vom eigenen bzw. vom Burnout eines Angehörigen betroffen sind. Umso wichtiger ist es, dass wir uns auch immer Mut zusprechen.

Ihr seid stark und mutig, daher schließe ich mit Oscar Wilde:
„Am Ende wird alles gut,
wenn es noch nicht gut ist,
dann ist es auch nicht das Ende!“

Habt einen guten Tag.

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Marion 18. April 2016 um 19:19

Hallo
Mein Mann ist sei 4Wochen Zuhause burnout
War beim Arzt der hat ihm Tabletten verschrieben die er aber nicht nimmt.
Er sagt er braucht sie nicht , er braucht nur seine Ruhe. Von morgens bis abends ist er in seiner Werkstatt und schrauft an seinen Roller n .
Sagen darf ich gar nichts zu ihm , dann wird er nur beleidigend und aggressiv.
Wir sind seit 15 Jahren zusammen und davon 10 Jahre verheiratet. Aber zur Zeit denk ich mir jeden Tag ich will mich trennen , aber ich liebe ihn noch immer.
Ich nehme jetzt auch regelmäßig Tabletten .

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Anina 20. April 2016 um 9:20

Hallo! Habe diese Seite leider jetzt erst entdeckt. Mein Partner war sich schon länger sicher, einen Burnout zu haben. Gemeinsam haben wir einen Arzt gesucht, ich habe ihn auch zum ersten Termin begleitet. Da unser gemeinsamer Urlaub anstand, würde erstmal nur ein Langzeit-EKG gemacht. Der Urlaub war total schön, mein Partner innerhalb weniger Tage wie verwandelt. Fröhlich, unbeschwert, liebevoll,… Zurück zu Hause dann beim Arzt die Auswertung des EKG und Gespräch. Die Werte waren schlecht, ein Schock für meinen Partner. Der Arzt sagte ihm, er müsse nun einen langen, harten Weg gehen, um wieder gesund zu werden und die Regenerationsfähigkeit seines Körpers wiederherzustellen. Er müsse die Dinge wiederfinden, die ihm Kraft geben, um dann für sich Dinge zu verändern.
Dieser Termin hat sehr in ihm nachgewirkt. Nach einem Tag des Nachdenkens hat er mir gesagt, dass er sich trennen möchte. Er habe kaum noch Kraft und brauche diese, um gesund zu werden. Wenn er mehr Kraft hätte, würde er mit mir zusammen bleiben wollen. Kurz vor dem Termin hat er mir noch gesagt, wie sehr er mich liebt, dass ich die Frau bin, mit der er sein Leben verbringen möchte und das Beste, was er hat. Er hatte gleichzeitig auch immer das Gefühl, kein guter Partner und eine Zumutung zu sein (ich habe dann immer Verständnis für seinen Zustand signalisiert und ihm gesagt, was trotz der Situation alles gut bei uns ist)
Die Trennung ist nun acht Tage her. Er hat gesagt, er meldet sich bei mir (haben noch viele Sachen voneinander, auch Wohnungsschlüssel). Bisher kam nichts von ihm. Mir geht es sehr schlecht. Ich liebe ihn über alles und wollte diesen Weg gemeinsam mit ihm gehen. Weiß auch gerade nicht, ob ich mich melden soll (fragen, wie es ihm geht) oder ihm Zeit lassen, bis er sich von sich aus meldet.
Möchte ihn nicht verlieren und so gerne eine zweite Chance für unsere wunderbare Beziehung.
Bin dankbar für Ratschläge.
Anina

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Marion 24. April 2016 um 21:14

Hallo Anina
Ich bin zwar mit meinem Mann noch zusammen, er sagt mir auch wie sehr er mich liebt und er immer mit mir zusammen bleiben will. Bei ihm steht nächste Woche das Langzeit EKG an , das ist auch das einzige was er seit 5 Wochen seit er ihm krankenstand ist macht.
Er nimmt keine Ratschläge an . Ich bin auch nicht immer die stärkste , aber mein Entschluss steht fest. Ich unterstütze ihn wenn er meine Hilfe braucht, aber wenn er nichts macht und versucht mich mit runter zu ziehen .Werde ich ihn verlassen , mir ist mittlerweile klar geworden . Das ich auf mich selber auch schauen muss.
Ganz viel Kraft
LG Marion

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David 20. April 2016 um 15:28

Hallo Zusammen,

ich bin Ende 30 und habe nun seit etwa einem Jahr auch Burnout. So wie ich hier viele Berichte lese, scheint diese Krankheit schon viel länger in mir zu schlummern. Nach etwa 8 Monaten Krankschreibung und auch 6 Wochen Kur dazwischen bin ich nun wieder arbeiten. Bei den meisten hier ist es immer der Partner des erkrankten der Verlassen wurde, bei mir ist es leider anders rum, 2 Tage bevor ich wieder Voll arbeiten gegangen bin, fing das Drama an. Ich hatte das Gefühl sie hat einen anderen, und in dieser Beziehung kam es dann vermehrt zu Spannungen. Sie sagte es wäre alles in Ordnung. Nun nach 2 Monaten stellt Sie fest Sie empfinde nichts mehr für mich. Das Wort Trennung ist nicht gefallen, dennoch wird das Hab und Gut nun aufgeteilt. Ich weis, dass ich in der aktiven Krankheitsphase und auch schon davor, sehr belastend für meine Familie war. Auch ich habe mich in der Zeit gefragt was ich will, habe meine Frau nie mit dem Thema Trennung konfrontiert, obwohl ich darüber nachgedacht habe. Während der Krankheit habe ich das Thema bei der Kur sowie bei meiner Therapeutin aufgearbeitet. Und für mich stellte sich die Frage nicht mehr, nur noch was muss ich tun für die Beziehung.
Die Tatsache das sie sich nun vom mir trennt, wirft mich Meilen weit zurück.

Festgestellt habe ich beim lesen dieser Seite, dass diese Informationen hier vor oder zu Beginn der Krankheit wichtig sind zu wissen. Für beide Partner. Leider habe ich in der Krankheitsphase keine Kraft gehabt mich mit vielen Dingen die die Krankheit betreffen, zu beschäftigen.

Da viele der Symptome bei mir bereits schon vor dem „Ausbruch“ der Krankheit vorhanden waren, denke ich nun das ich schon viel viel länger „betroffener“ bin.

Aber nun ist zumindest was die Beziehung betrifft alles zu spät. Und ehrlich gesagt fehlt mittlerweile die Motivation in alle Richtungen.

Danke das es die Möglichkeit gibt einmal seinen Gedanken hier freien lauf zu lassen.

David

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Steinleitner Hildegard 24. April 2016 um 17:25

Hallo , schön, das es diese Seite gibt . Mein Mann war von Oktober. 15 bis Dezember 15 stationär in einer Schickimicki Bournoutklinik. Anschließend im Januar war er immer von Donnerstag bis Montag ambulant dort, oder auch wo anders. Es ging so bis Mitte Februar , er kam nach Hause und sagte zu mir er braucht ein neues Leben ohne mich. Ich durfte nach 27 Jahren nicht mehr in unser Geschäft , hatte also keine Arbeit mehr und kein Dach mehr über den Kopf . Ich muss es akzeptieren, aber verstehen werde ich es nie. Ich weiß nicht, ob die alle irgendwann wieder normal denken und es bereuen, was sie alles angerichtet haben . Familie und Ehe kaputt. Geschäft ? Was ich auch noch sagen will, in dieser Klinik war man als Ehefrau nicht erwünscht und man hat nichts erfahren. Bei mir ist es jetzt 3 Monate her, habe eine eigene Wohnung , ich bin durch die Hölle und das Fegefeuer gegangen, ichbhabe meinen Mann wirklich mal geliebt und wir führten eine gute Ehe. Die haben mit ihm gehirnwäsche gemacht. Er wollte da neue Leben und ich habe bekommen. Es ist schwer , aber trotzdem geht’s jeden Tag ein bisschen besser. Lg

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Heike 9. Juni 2016 um 16:04

Liebe Hidegard

Es hört sich so ziemlich genau nach meiner Geschichte an. Ja , in der Kur hat man mich echt aus der Ehe rausgemobbt. Tür und Tor wurden dem Kurschatten geöffnet. Ich durfte nicht einmal mit meinem Mann telefonieren. Es ist die Hölle hin und zurück.

Ich versuche mein Leben neu zu gestalten. Das bedeutet auch für mich alles komplett neu. Neue Wohnung, zurück in den Beruf – nach 25 Jahren ist das nicht einfach. Ich hatte mir die Jahre nach der Kindererziehung echt anders vorgestellt.
Inzwischen gibt es immer wieder einige gute, ja fast schon glückliche Momente in meinem Leben. Aber die sind sehr hart erarbeitet.
Ich wünsche dir von ganzem Hezen alles Gute und viel Kraft

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Michael 18. Mai 2016 um 14:50

Hallo,
vielen Dank für ausführliche Beschreibung, da hat mich einen kleine Schritt weitergebracht die Kankheit zu verstehen. Ich möchte aber sehr gern auch mit anderen mich austauschen, so das ich meinem Partner mehr Beistand, Verständnis und Hilfestellung geben kann. Das ich mein Verhalten verbessern kann und mich mehr auf den gegenüber einstellen kann. Ich will mehr Stütze sein als last Sie zu überfordern. Weiß jemand ob es solche Gruppen im Raum Lorsch Südhessen gibt?
Gruß
Michael

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Redaktion 19. Mai 2016 um 9:22

Hallo Michael,

vielen Dank für deine Nachricht. Es für uns Angehörige sehr schwierig die Krankheit (Burnout und Depressionen) unserer Partner und Angehörigen zu verstehen und greifen zu können. Ich persönlich glaube, dass wir nur selten eine Last sind, auch wenn es sich manchmal so anfühlt. Trotzdem ist es gut sich selbst zu reflektieren, auch um die innere Sicherheit zu behalten.

Ich weiß nicht, ob es in deiner Region eine Selbsthilfegruppe gibt. Schau aber mal hier: http://www.selbsthilfe-bergstrasse.de/ Evtl. hast du ja die Möglichkeit dort anzurufen und mal zu fragen, welche Möglichkeiten es für dich gibt. Ergänzend ist sicher auch gut einen Arzt aufzusuchen und mit ihm Optionen zu besprechen.

Viel Erfolg und viel Kraft

Dein „Trotzallem-Jazumleben.de“-Team

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Michael 19. Mai 2016 um 10:23

Hallo,
vielen herzlichen Dank für die schnelle Antwort und den Link ich werde da gleich mich informieren was ich für Möglichkeiten habe.
Viele Grüße
Michael

Antworten

Michael 26. Mai 2016 um 9:01

Hallo,
ich muß leider noch einmal vorstellig werden. Ich Raum Bergstraße gibt es leider keine aktive Gruppen für Angehörige von Burnoutpatienten. Ich würde auch den Radius auf Rhein/Neckar und Rhein Main erweitern leider ist die Suche hierzu bis dato nicht erfolgreich gewesen. Haben Sie da Kontakte an die ich mich wenden kann?
Vielen Dank im voraus.
Gruß
Michael

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Monika Waldowski 21. Mai 2016 um 15:41

Hallo, eine Freundin hat mich zu Euere Seite gebracht. Ich bin mir noch nicht sicher ob uns das betrifft. Vielleicht könnt ihr mir ja weiter helfen. Ich habe vor einiger zeit einen Mann kennengelernt. Er ist Selbstständig, Vater hat Alzheimer, er ist alleinerziehender Papa von zwei Kindern. Dazu kommt noch die Scheidung. Er ist nach allen Seiten sehr eingespannt. Manchmal sehr gesprächig. Manchmal sehr zurückgezogen. Sagt er, er weiss nicht was mit ihm los ist. Hat zu nichts Lust und Kontakt zu Freunden und Bekannten sehr eingeschränkt. Ich habe den Eindruck er stösst sehr an seine Grenzen. Das sagt er auch selbst. Was meint ihr dazu.

Lg moni

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Redaktion 22. Mai 2016 um 13:15

Hallo Monika,

Dass diese Mehrfachbelastung deinen Freund an seine Grenzen bringt, ist sehr gut nachvollziehbar, gerade da er auch im Privatleben besonders großem Druck ausgesetzt ist.
In der Tat kann aus genau solchen Situationen ein Burnout entstehen. Allerdings muss auch nicht jeder Mensch, der unter großer Belastung steht, automatisch zum Burnout-Patienten werden.
Ein Burnout hat viele verschiedene Ursachen und kann sich bei jedem Betroffenen unterschiedlich äußern. Und auch die Entstehung eines Burnouts ist häufig ein schleichender Prozess. Selbst, wenn dein Freund aktuell (noch) nicht unter einem Burnout leidet, fällt er durch die Mehrfachbelastung in eine Risikogruppe. Um sicherzugehen, ist es ratsam, dass er einen Arzt oder einen Therapeuten aufsucht. Denn je früher ein Burnout erkannt und behandelt wird, desto besser.
Der Umgang mit Burnout-Betroffenen ist leider nicht immer ganz leicht. Häufig fällt es gerade Menschen mit so viel Verantwortung schwer, sich selbst und anderen gegenüber diese angebliche „Schwäche“ einzugestehen. Außerdem kann die zusätzliche „Anforderung“ von Arzttermin und Therapie Betroffene überfordern.
Du solltest ihn also ganz behutsam und geduldig auf das Thema anzusprechen, ohne ihn zusätzlich unter Druck zu setzen.
Hier findest du einige Tipps, die dir dabei helfen könnten.

Viel Kraft beim Umgang mit deinem Partner!

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Heike 8. Juni 2016 um 9:48

Hallo
Ich bin gerade auf diese Seite gestoßen und es tut immer weder gut zu merken, dass man nicht allein solche schrecklichen Dinge erlebt hat und im Austausch sich viel Trost spenden kann.
Auch ich (w 50) hatte einen Mann (23 Jahre Ehe,4 gem. Kinder) und habe den Burnout des Partners mit Geduld,Liebe und Einfühlung begleitet. Das war schon nicht leicht. Aber was dann nach der Kur folgte war schlichweg ein Horrortrip. Kurschatten und komplette Manie waren in seinem „Gepäck“ als er nach Hause kam.Er fühlte sich von Gott auserwählt und machte die verrücktesten Dinge …Er wollte Oberbürgermeister werden und kandidierte während er noch krank geschrieben war. Es folgten viele Frauengeschichte, er verschenkte Geld, Obdachlose schliefen bei uns zuHause und er war bisweilen gewalttätig meinen Kindern gegenüber. Das sind nur ganz kleine Ausschnitte, was wir so erleben mussten. Alles war wie im falschen Film. Zudem gab er mir ständig die Schuld an allem.Nach zwei Jahren war ich selbst am Ende und musste Medikamente nehmen und in eine Therapie gehen. Ich trennte mich und nach zwei weiteren Jahren ließ ich mich scheiden. Es war so viel passiert, dass ich mit dem Verzeihen über meine Grenzen hätte gehen müssen. Die Enttäuschungen und Fassungslosigkiet sind nicht zu überwinden. Dennoch tut es so sehr weh und ich komme nicht wirklich raus aus der Sache. Es war eine Vernunftsentscheidung mich zu trennen, da ich sonst „kaputt“ gegangen wäre. Ich hätte so gerne meinen früheren Mann wieder, der aber lebt mit einer Frau in meinem alten Haus zusammen. Diese Frau hat er beim Tanzen kennengelernt und nach ganz kurzer Zeit sind sie zusammengezogen…ist zum Davonlaufen. Ihm ist das alles egal, er genießt sein tolles neues Leben und kümmert sich nicht um Verpflichhtungen, Arbeit etc. Es scheint, als sei sein Leben einfach nur schön…
Ich möchte nur noch innerlich frei werden von alledem.

Heike

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Nele 10. Juni 2016 um 9:54

Guten Morgen!
Mein mitlerweile Ex-Freund hat den Verdacht auf ein Bounout.Er ist beruflich,aber besonders im privaten Leben sehr eingespannt. Wir sind beide Erzieher und arbeiten in einem Kindergarten.Eigentlich fing die ganze Geschichte schon vor 3 Jahren an.Er hatte damals aber nochmal die Kurve bekommen.
Vor Weihnachten ist es bei uns in der Einrichtung immer sehr stressig. Wir haben viele Termine, die wir stämmen müssen. Ich merkte da schon,dass es ihm nicht so gut geht,aber da er diese Zeit sowieso nicht so gern mag,habe ich mir nichts dabei gedacht. 2Tage nach Weihnachten, beendete er unsere Beziehung. Für mich brach der Himmel zusammen. Ich dachte,unsere Beziehung kann nichts mehr trennen. Genau das Gleiche hatte ich ja nun schon mal erlebt. Ich habe in all dieser Zeit versucht alles recht zu machen,ja,ich würde sagen,dass ich mich vergessen habe,damit es ihm gut geht.Wir wohnten,trotz Trennung noch einige Monate zusammen. Er beklagte sich über Schwindel,Müdigkeit, war oft krank und übellaunig.Als ich mir dann,nach meinem Umzug den rechten Oberarm brach,bot er mir sogar an,wieder bei ihm einzuziehen, weil ich ja auf Hilfe angewiesen war.Er arbeitete noch,musste nun noch mehr arbeiten, nebenbei seinen Eltern gerecht werden,seiner Tochter gerecht werden,für mich wollte er auch da sein.Er merkte,dass es ihm immer schlechter ging und plötzlich rastete er aus und von da an wohne ich wieder bei mir zu Hause.Auch wenn er mir immer wieder sagt,es läge nicht an mir,er sei das Problem, mache ich mir Schuldgefühle,das ich ihn zum Ausrasten genötigt habe.Damit ich endlich kapiere,dass er seine Ruhe haben will.Dann bin ich vereist, hatte in der Zeit sehr wenige Kontakt mit ihm.Nun bin ich wieder da.Haben uns gestern gesehen. Er hatte viel Redebedarf.Er hat sich seinem Arzt anvertraut. Er möchte Hilfe annehmen. Hat nun auch einen Termin bekommen. Er hält es nicht mehr aus,diese Heulatacken dieses Gefühl, keine Freude mehr zu empfinden,diese Gleichgültigkeit. Keine Struktur mehr im Alltag zu haben.
Ich versuche mich zurück zu ziehen. Aber trotzdem für ihn da zu sein, wenn er Redebedarf hat.Unsere Beziehung ist beendet und ich muss auch für mich lernen,mehr auf mich zu achten.Es ist nicht leicht.Ich kann ihm ja eh nicht helfen. Manchmal sind seine Blicke so voller Liebe zu mir und dann wieder völlig leer.Nun weiß ich,woher sein Verhalten herrühren könnte und hoffe,dass es ihm bald wieder besser geht.Er weiß ja,dass er immer zu mir kommen kann.Mehr kann ich im Moment nicht machen,da er keine Unterstützung, von niemanden annehmen möchte.

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Heike 14. Juni 2016 um 22:46

Liebe Nele
Ich hoffe, dass es dir inzwischen schon etwas besser geht.
Das wirkliche Begreifen und dann loslassen zu können braucht sehr viel Zeit und Kraft. Mir hat die Distanz zum Ex-Mann auf jeden Fall besser getan, als jeder Kontakt. Irgendwann musste ich mich vor den Begegnungen schützen, da es einfach unerträglich wurde. Es tat unendlich weh!
Für den Prozess habe ich professionelle Hilfe und jede Menge Freunde und Verwandte gebraucht, die mich liebevoll und geduldig begleitet haben.
Das wünsche ich allen, die als Angehöriger betroffen sind.

LG

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Sanny 27. Juni 2016 um 9:42

Hallo,
Ich bin gerade auf die Seite gestoßen und denke, dass mein Partner auch einem Burnout nahe ist oder vielleicht schon, ich bin mir da unsicher.
Ich komme gar nicht an ihn ran. Seit Tagen ist er total k.o., genervt bei jeder Kleinigkeit, hat Panikattacken. Die hatte er vor 2 Jahren schonmal, dann war es weg. Seit kurzem ist er gar nicht mehr er selbst, hat selbst gesagt, man könne ihn bald in die Klapse stecken.
Das Problem ist, er redet fast nicht mit mir. Wenn ich ihn frage, sagt er er ist müde und alles gut. Wenn ich weiterbohre, kam nur ich solle ihn einfach in Ruhe lassen. Das hat dann gestern zum Streit geführt, weil ich für ihn da sein will, aber er behandelt mich wie Luft. Ist total abweisend, kalt, keine Zärtlichkeiten. Is das so bei einem Burnout?
Ich weiß man muss Verständnis zeigen, aber gestern konnte ich einfach nicht mehr und habe ihn gefragt warum er so zu mir ist. Warum. Und bin kurz an die frische Luft. Den Rest des Abends war schweigen angesagt.
Wie komme ich an ihn ran? Soll ich ihn erstmal in Ruhe lassen oder ihm trotz des Streites sagen dass ich für ihn da bin… Bitte um eure Meinungen.

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Heike 30. Juni 2016 um 15:54

Liebe Nele
Ich bin mir da gar nicht so sicher, dass man immer nur Verständnis haben sollte. Dieses Verhalten ist dir gegenüber inakzeptabel. Er sollte wenigstens um Ruhe mit einer kurzen Begründung bitten zB. : “ Mir geht es gerade einfach nicht gut, es hat aber nichts mit dir zu tun…“ Soviel muss man auch von einem Partner erwarten dürfen.
Falls das gar nicht möglich ist, würde ich um ein Gespräch bitten, sobald es für ihn möglich ist.

Ich habe leider sehr heftige Erfahrungen mit meinem Ex- Mann gemacht, der mich nur noch verletzt und links liegen gelassen hat, bis ich am Ende selbst völlig verzweifelt war. Das nützt natülich auch niemandem
etwas.
Bei allem, was da mitschwingt, achte unbedingt auch auf deine Grenzen der Toleranz!!!

Alles Liebe

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